Selbstverteidigung und Selbstbehauptung

Beim letzten Mal habe ich dir drei große Irrtümer über Selbstverteidigung vorgestellt und dir meine Meinung dazu erklärt. Leider (oder zum Glück für mich 😊) ranken sich um die Themen Kampfkunst und Selbstverteidigung noch zahlreiche weitere Mythen und Legenden, die es ein für alle Mal zu beenden gilt.
Warum es einigen Menschen anscheinend besonders leicht fällt, Kontakte zu knüpfen und sie immer der Mittelpunkt jeder Party zu sein scheinen, während andere viel lieber für sich allein sind, liegt vor allem an den beiden Persönlichkeitsmerkmalen Extraversion und Introversion. Jeder von uns hat mehr oder weniger stark ausgeprägte Tendenzen in die eine oder andere Richtung.
Ein zentraler Punkt meiner täglichen Aufgaben ist die Arbeit mit schüchternen und zurückhaltenden Kindern. Selbstverständlich wünschen sich fast alle Eltern, dass ihre Kinder mutig und offen sind und auf alle möglichen Ereignisse selbstbewusst und kompetent reagieren können. Tatsächlich scheint es so zu sein, dass manchen Menschen die Fähigkeit zu kommunizieren und sich zu behaupten quasi in die Wiege gelegt wurde, während andere sich eher zurückziehen und den „Mutigen“ das Feld überlassen.
Kinder sind etwas ganz besonderes, etwas einzigartiges, das bewahrt und beschützt werden muss. Soweit so natürlich richtig. Das Problem daran ist aber, dass für einige Eltern die Erziehung und Förderung der Kinder zum einzigen Lebensinhalt geworden ist, der teilweise schon recht seltsame Blüten treibt.
In den beiden letzten Teilen dieser Serie Selbstvertrauen stärken und Selbstvertrauen stärken, Teil 2 habe ich erklärt, was unter „Selbstvertrauen“ überhaupt zu verstehen ist und was die Grundlagen für ein echtes und starkes Selbstbewusstsein sind. In diesem Artikel möchte ich damit fortfahren, dir zu zeigen, wie es möglich ist, das Selbstvertrauen von Kindern zu verbessern und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen.
Selbstwirksamkeitserwartung ist DER Schlüssel zur mehr Selbstvertrauen. Selbstwirksamkeit bedeutet, dass du daran glaubst, Probleme und Hindernisse selbstständig lösen zu können und dabei nicht auf Glück oder göttliche Fügung etc. angewiesen bist. Wer ständig das Gefühl hat, von außen oder „den da oben“ kontrolliert und gelenkt zu werden, wird kaum an seine eigene Selbstwirksamkeit glauben können.
„Ich hätte gerne, dass mein Kind mehr Selbstvertrauen hat!“ Das oder ähnliches höre ich beinahe täglich und mal ehrlich: eigentlich wollen wir das ja alle. Aber was ist eigentlich Selbstvertrauen und wie kann ich oder mein Kind mehr davon bekommen? In diesem und den folgenden Artikeln erfährst du, was du tun kannst, damit du und/oder dein Kind selbstbewusster und selbstsicherer werdet.
Kinder sollen selbstbewusster werden, sich in allen Lebenslagen behaupten und natürlich im Notfall verteidigen können. Das sind sie die Grundanforderungen, die oft an meine Kurse gestellt werden. Natürlich bediene ich sie auch alle in irgendeiner Art und Weise. Was viele jedoch nicht möchten ist, dass die Kinder lernen zu kämpfen. Also so richtig gegeneinander.
Menschen, die ihr "Warum" kennen, sind von sich aus motiviert und können mit Widerständen sehr viel besser umgehen, als jene, die sich immer wieder zwingen müssen. Das ist der Schlüssel zu einem motivierten und erfolgreichen Leben.
Warum scheinen manche Menschen von sich aus immer motiviert zu sein, während andere schon Schwierigkeiten haben, nur aus dem Bett zu kommen? Dahinter verstecken sich Denkprozesse, die man, wenn man sie versteht, gezielt für sich nutzen kann.

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